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Campotto di Argenta

     
Vögel   Die Lagunen von Argenta sind eines der wenigen Beispiele von Süßwasserfeuchtgebieten Europas. Diese Wasserfläche wurde dank ihrer wesentlichen hydraulischen Funktion nicht trockengelegt. Die Lagunen fungieren als Expanisionskammern: hier fließt das Hochwasser von zwei Nebenflüssen, falls der Fluss Reno schon einen hohen Wasserstand erreicht hat. Dieses Territorium verfügt über ein weit verzweigtes Kanalnetz, das das Hochwasser vermindern kann. Nach dem Ramsar-Übereinkommen hat diese Umwelt eine internationale Bedeutung gewonnen (im Parco del Delta del Po dell’Emilia – Romagna gibt es sogar 11 Ramsar-Gebiete). Die Vegetation und die Fauna sind ein wichtiges Zeugnis der alten Feuchtgebiete, die in der Vergangenheit zerstreut in der Poebene waren. Im Schutzgebiet sind Schilfgürtel, Rohrkolbenschilf, Wasserpflanzen, Feuchtwiesen und der hydrophile Wald des Traversante. Dank den besonderen Merkmalen der Vegetation leben im Schutzgebiet viele Vogelarten: z.B. Purpurreiher, Rallenreiher, Löffler, Fischadler und Weißbartseeschwalbe.

Argenta
Der Ortsname hat einen römischen Ursprung: „Argenta“ (argento = Silber) stammt aus dem silbernen Widerschein der Lagunen und Feuchtgebiete. Die Stadt stellte eine wichtige Etappe der Reise von Ostiglia nach Ferrara und Ravenna dar.

Pieve di San Giorgio
In der Umgebung von Valli di Campotto befindet sich die kleine Kirche (Pieve) von San Giorgio (2 km von Argenta entfernt), die aus dem 6. Jahrhundert stammt. Die Kirche ist aus Ziegelstein mit einem kleinen Turm mit Dachreiter. Das Marmorportal aus dem 12. Jahrhundert ist mit Szenen der alltäglichen Arbeiten jedes Monats verziert und im zentralen Lünettenbild findet man das Martyrium von San Giorgio. Im Inneren überleben noch einige Reste von alten Fresken.

Santuario della Celletta
Der Wallfahrtsort der kleinen Zelle befindet sich 2 km von Argenta entfernt auf der Straße nach Ravenna. Es handelt sich um eine Zelle aus der Renaissance, die in der Barockzeit verändert und in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts renoviert wurde.

San Lorenzo und Kapuzinerkloster
Die ursprüngliche Gestaltung des Jahres 1556 ist unverändert geblieben. Das Kloster ist jetzt ein aktives Kulturzentrum. Das ist auch der Sitz der Gemeindebibliothek.

Oratorium S. Croce
Elegantes Gebäude mit einer erhabenen Backsteinfassade vom Architekten G. B. Aleotti (1546 – 1636).

San Domenico – Stadtmuseum
Das einschiffige Gebäude ist mit Seitennischen verziert und wurde 1973 renoviert. In der Apsis sind Fresken des 16. Jahrhunderts aus der Schule von Ferrara und Romagna. In den zentralen Räumen befindet sich die archäologische Sektion des Museums; in den externen Räumen gibt es die Pinakothek mit wichtigen Werken von Benvenuto Tisi da Garofano, Antonio Aleotti und Scasellino.

Museum der Trockenlegung – Salarino
Eine moderne Konzeption der industriellen Archäologie: das ist die Philosophie des Museums von Salarino, das eine Tour in der Welt der Trockenlegungsarbeiten zwischen Geschichte und modernen Lösungen bietet.

Casino di Campotto – Museum der Lagunen
Es handelt sich um ein Bauernhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, Sitz des Museums der Lagunen von Argenta mit Bibliothek, Fotothek, Ausstellungsräumen und Räumen für didaktische Vorführungen.

Casse Campotto und Bassarone
Expansionskammern für das Gewässer zwischen dem Fluss Reno und Wildbach Idice. Die Expansionskammern bedecken eine Oberfläche von ca. 600 ha und stellen einen einzigartigen Lebensraum für unterschiedliche Tierarten wie beispielsweise Teichrohrsänger, Drosselrohrsänger und Rohrammer dar.

Bosco del Travesante
Stieleiche, Esche, Feldulme, Silber-Pappel und Silberweide sind die wichtigsten Baumarten, die in diesem hydrophilen Wald wachsen. Der Wald wird periodisch überschwemmt und bedeckt ca. 130 ha.

Vallesanta
Vallesanta ist ein Feuchtgebiet zwischen zwei Flüssen: Idice und Sillaro. In der Umgebung von Vallesanta befindet sich eine Feuchtwiese von ca. 30 ha.