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Pinienwald von Classe – Salinen von Cervia

     
Landschaft   Der Pinienwald von Cervia ist der südliche Streifen eines alten Waldes, der sich fast ununterbrochen am Adriastrand vom Fluss Reno bis zur Stadt Cervia erstreckte. Die am meisten verbreitete Baumart ist die italienische Steinkiefer. Ihre „Schirmkrone“ unterscheidet sie von der Strandkiefer, die vor allem am Strand zu finden ist. Die Salinen von Cervia sind ein Feuchtgebiet von 827 ha, das sich in einer Bodensenkung in der Umgebung der Küste erstreckt. Das Feuchtgebiet ist mit dem Meer durch zwei Kanäle (Canale del Pino und Canale della Bova) verbunden. Hier nisten Watvögel, Möwen, Flussseeschwalben und Tausende von Vögeln rasten und überwintern hier jedes Jahres. Im Norden erstreckt sich das Naturgebiet der Bevano-Mündung, der einzigen unberührten Mündung der Adria, mit Sümpfen und Dünen und 5 km Naturstränden, wo der Austernfischer, Seeregenpfeifer und Zwergseeschwalbe nisten.

Basilika von S. Apollinare in Classe und archäologischer Park
Die Basilika wurde in byzantinischer Zeit erbaut und 549 vom Bischof Ravennas Massimiano geweiht.
Die architektonische Struktur besteht aus langen und schmalen Ziegelsteinen. Der Glockenturm (10. Jahrhundert) ist mit Einzelbogen- Zwillings- und Drillingsfenstern verziert. Das Innere ist in drei Schiffen mit 24 Säulen aus griechischem Marmor mit byzantinischen Kapitellen unterteilt.
Die Apsis und die Wände glänzen mit den Mosaiken aus Mitte des 6. Jahrhunderts. Im zentralen Teil der Apsis ist die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor. Im unteren Teil wurde eine grüne Landschaft (dem Pinienwald ähnlich) mit der betenden Figur von S. Apollinare dargestellt. Zwischen den Fenstern wurden die vier Bischöfe dargestellt, die die vier wichtigsten Basiliken Ravennas gegründet haben: Ecclesio, Severo, Orso und Ursicino. Nördlich von der Basilika befindet sich der archäologische Park des alten Hafens von Classe.


Pinienwald von Classe, Pinienwald von Cervia, Pinienwälder an der Küste
Der Pinienwald ist ein Zeugnis des alten Waldes, der sich fast ununterbrochen am Adriastrand vom Fluss Reno bis zur Stadt Cervia erstreckte. Und die Harmonie und Schönheit des Pinienwaldes ist unverändert geblieben. Die am meisten verbreitete Baumart ist die italienische Steinkiefer. Ihre „Schirmkrone“ unterscheidet sie von der Strandkiefer, die vor allem am Strand wächst und eine „Pyramidenkrone“ hat. Unter den anderen Baumarten sind: Flaumeiche, Stieleiche, Steineiche, Speierling, gemeine Esche, Silber-Pappel, Feldulme und Silberweide.

Mündung des Flusses Bevano
Die Mündung des Flusses ist durch Mäander und verlassene und überschwemmte Gebiete charakterisiert. Die Strände an den Seiten der Mündung sind unter den letzten unberührten Küstenstreifen der Adria (Oasen von Ortazzo und Ortazzino).

Die Saline von Cervia
Die Saline von Cervia ist eine Naturoase von 827 ha, wo die typische Flora und Fauna der Brackwasserlagunen zu finden ist. Die Geschichte von Cervia ist eng mit der Salzproduktion verbunden. Cervia wurde in der Vergangenheit Ficocle genannt. Die Stadt lag nur wenige Kilometer von der Küste entfernt zwischen Lagunen, die zur Kanalisierung des Wassers für die Salinen besonders geeignet waren. Das Salz, das weiße Gold, spielte eine wesentliche Rolle in der Aufbewahrung und Verarbeitung von Nahrungsmitteln. Wegen ihres Reichtums war Cervia oft ein Streitobjekt für unterschiedliche Stadtherrschaften und Staaten. Das Besucherzentrum des Parks befindet sich neben den Salinen.

Stadtzentrum Cervia
Die Stadt wurde von 1697 bis 1714 an der Küste nach einem originellen Bebauungsplan völlig neu wieder gebaut. An den Ufern des Kanals (Porto Canale) entstanden die Salzlager (sie könnten über 100.000 Dz Salz enthalten), die zur Aufbewahrung des Salzes für die Frachtschiffe dienten. Die Salzlager stellen zusammen mit dem Turm S. Michele und Dock eine der bezaubernden Perspektiven des Stadtzentrums dar.
Das Stadtzentrum ist von den Häusern der Salzarbeiter umschlossen. Hier befinden sich die Kathedrale, das Rathaus, das Theater und die Häuser der wichtigsten Persönlichkeiten der Stadt: das ist der ursprüngliche Kern der Stadt und des Fischerdorfes Cervia. Die Kirchen Chiesa del Suffragio (1722) und Chiesa di S. Antonio (1704) sind von einem künstlichen Gesichtspunkt her sehr interessant.

Wallfahrtskirche von Madonna del Pino
Die Kirche wurde im spätromanischen Stil im Jahr 1487 vom Karmeliter Girolamo Lambertini erbaut. Das Portal aus "Pietra d’Istria" geht auf das Jahr 1557 zurück.

Die Küste
Die Badeorte, die sich am Strand auf einander folgen, sind eng mit dem Naturpark und besonders mit den Pinienwäldern verbunden: von Norden erreicht man Lido di Dante, Lido di Classe, Lido di Savio, Milano Marittima, Cervia, Pinarella und Tagliata. „Grüne“ Ortschaften, wo Dienstleistungen einfach zugänglich sind und die Besucher unter unterschiedlichen Unterkunftsmöglichkeiten wählen können: Hotels, Restaurants, Campingplätze (mit Camperplätzen) und Ferienhäuser, die durch das ganze Jahr hindurch geöffnet sind.