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Lagunen von Comacchio

     
Landschaft   Nach den Trockenlegungsarbeiten des 19.-20. Jahrhunderts und der 60er Jahre bedecken die Lagunen von Comacchio (die zentrale Stätte des Parco del Delta del Po dell’Emilia –Romagna) eine Wasserfläche von über 13.00 ha. Auf den Kuppen und Ufern der Lagune lebt die typische alophite Vegetation der Brackwasserlagunen (Salicornia veneta und Limonium). Vom Wasser sind wichtige traditionelle Tätigkeiten wie die Fischerei und Fischzucht (der Aal spielt dabei eine wesentliche Rolle) entstanden. Die Saline von Comacchio, die sich im nordöstlichen Teil der Lagunen befindet, entstand an der alten Mündung des Po di Eridano (nördlich der heutigen Lagunen) und sie stellt einen Biotop von großem naturwissenschaftlichem Wert dar. Die Lagunen sind das Reich der Möwen und Flussseeschwalben (sogar 9 Arten nisten hier) und vieler anderen seltenen Vogelarten, die sich in den Lagunen fortpflanzen, überwintern oder während der Flugzeit rasten (Löffler, Flamingo, Säbelschnäbler, Stelzenläufer und Brachschwalbe).
Die menschlichen Tätigkeiten haben bedeutungsvolle Zeugnisse in diesem Gebiet gelassen, das mit der Wasserkultur und Fischerei eng verbunden ist. "Casoni" (typische Fischerhäuser) und Fischereistationen sind überall zu finden.
Heute kann man auf einem historischen und naturwissenschaftlichen Wanderweg (mit dem Boot oder zu Fuß) die restaurierten Casoni in Stazione Foce besichtigen.


Casone Foce
Nur wenige Kilometer von Comacchio entfernt kann man die Fischereistation Foce, das Museo delle Valli (Museum der Lagunen) und den berühmten „Lavoriero“ besichtigen, ein Gerät zum Fang der Aale.
Das ist auch der Ausgangspunkt für viele bezaubernden Wanderungen zur Entdeckung der Lagunen.


Die Saline
Die Saline erstreckt sich von über 600 ha in der Umgebung von Lido degli Estensi. In der Saline gibt es noch eine Wasseranlage aus der Napoleonischen Zeit. Kanäle und Wasserfläche bilden ein buntes Mosaik: in dieser bezaubernden Welt hat der Parco del Delta del Po dell’Emilia – Romagna Maßnahmen ergriffen, das Salz zu didaktischen Zwecken wieder herzustellen.

Argine Agosta
Es handelt sich um eine alte römische Straße, die die Lagunen durchquert: die Argine Agosta verbindet Ravenna und Adria. Die Straße windet sich durch eine wunderschöne Lagunenlandschaft.

Oase Fossa di porto
Diese Naturoase befindet am Argine Agosta an der nordwestlichen Grenze der Lagunen von Comacchio: hier nistet der Stelzenläufer.

Argine Reno
Man kann am Ufer zu Fuß oder mit dem Fahrrad wandern; das Ufer erstreckt sich am südlichen Grenze der Lagunen zwischen dem Fluss Reno und den Lagunen. Man kann vom Ufer die wunderschöne Landschaft der Halbinsel von Boscoforte genießen, wo zahlreiche Vogelarten nisten und rasten.

Vene di Bellocchio
Dieses Naturreservat erstreckt sich zwischen der Straße Romea und dem Meer in den Provinzen von Ferrara und Ravenna.

Spina
Die bezaubernde Stadt von Spina wurde von den Etruskern in der Umgebung der Nekropole gebaut, die in den 60er Jahren an den Tag gebracht wurde (man kann die Grabbeigaben im Archäologischen Museum in Ferrara besichtigen). Die Überreste der griechischen Ansiedlung wurden am Anfang des 20. Jahrhunderts nach den Trockenlegungsarbeiten in Lagunen Valli Trebba, Pega und Mezzano gefunden.
Die Stadt Spina entstand im 6. Jahrhundert v. Chr. und stellte eine wichtige Handelsbrücke zwischen der Adria und der Poebene dar.

Vallette di Ostellato
Dieses Feuchtgebiet ist, was von den alten Lagunen des Mezzano übrig bleibt. Die Naturoase zum Schutz der Fauna erstreckt sich für ca. 200 ha mit Kanälen und Wasserflächen. In dieser Naturoase leben 150 Vogelarten, darunter: Eisvogel, Stockente, Blässhuhn, Stelzenläufer und Rohrweihe. Sehr interessant sind auch die Pflanzenarten: Schilfgras, Sumpfschwertlilie und Seerose, die vor kurzem eingeführt wurde.