TOURISMUS  >Wanderwege und Birdwatching  >Stätte Volano – Mesola – Goro
DER NATURPARK   NATUR   KULTUR   TOURISMUS   UMWELTBILDUNG   NACHRICHTEN   INFO
   

Stätte Volano – Mesola – Goro

     
Fauna   Die Stätte Volano – Mesola – Goro ist die am meisten nördlich gelegene Stätte des Parco del Delta del Po dell’Emilia – Romagna, da sie sich an der Grenze mit der Region Venetien befindet. Dieses Gebiet stellt einen wesentlichen Verbindungspunkt mit dem aktiven Teil des Podeltas dar und es zeichnet sich durch besondere morphologische Merkmale aus. Das ganze Gebiet ist unter dem Meeresspiegel mit Ausnahme von den Dünenstreifen, wo die Dörfer von Mesola und die Straße Romea liegen. Die Deiche schützen das Territorium vor den Überschwemmungen.
Das ganze Gebiet bedeckt eine Oberfläche von über 12.000 ha. Es handelt sich um Gebiete, die dank den Trockenlegungsarbeiten, die durch die Jahrhunderte hindurch durchgeführt wurden, wieder urbar gemacht sind. Man kann in diesen Gebieten Natur- und Kulturzeugnisse großer Bedeutung besichtigen.
Der Pokanal Goro ist der südliche Zweig des Deltas und markiert die nördliche Grenze der Stätte für ca. 20 km. Der Park schützt die Sacca di Goro, die Mündung des Po di Volano, die Lagunen Valli Bertuzzi, Cantone und Nuova und den Wald Bosco della Mesola, einen breiten Steineichenwald, wo der Rothirsch und die griechische Landschildkröte leben.



Este Schloss in Mesola
Der letzte Herzog von Ferrara, Alfons der II., hat dieses wunderschöne Schloss zwischen 1578 und 1583 nach einem Entwurf des Architekten Giovan Battista Aleotti erbauen lassen. Es handelt sich um einen " Delizia-Ort ", eine Residenz für den Hofstaat für die Jagdpartien im Herbst oder für die Frühlingsfesten. Das Schloss hatte auch eine Verteidigungsfunktion und war der Ausgangspunkt einer über 12 km langen Mauer, die einen Wald umschloss.
Heute hier gibt es das Neue Zentrum für die Umweltbildung, wo man die Grundlage der Landschaft mit Spaß kennenlernen kann.


Abtei von Pomposa
Die Abtei von Pomposa befindet sich 5 km von Codigoro entfernt im Herzen des Naturparks. Die Abtei geht auf das 8.-9. Jahrhundert zurück. Nach einer Untersuchung des italienischen Kulturministeriums ist die Abtei eines der Denkmäler Italiens, die am meisten besucht werden. Die Schönheit der Fresken in der Basilika ist ein Beweis dafür, das Pomposa im Frühmittelalter ein mächtiges kulturelles und religiöses Zentrum war. Die dreischiffige Basilika wurde im 14. Jahrhundert von Künstlern aus der Bolognesischen Schule (darunter dem Gründer Vitale) mit Fresken bemalt. Man kann eindrucksvolle Gemälde mit Szenen aus dem Alten und Neuen Testament (dem Langschiff entlang) und aus der Apokalypse (in den Jochen) beobachten.
Der Komplex besteht aus einem Kloster mit einem Brunnen in der Mitte, Sala del Capitolo, einem Refektorium mit Fresken, die „das Letzte Abendmahl“ darstellen, und dem Palazzo della Ragione. Nach einer Legende sind die Originalmanuskripten der Göttlichen Komödie in dieser Abtei versteckt oder vielleicht eingemauert.
Diejenigen, die auf die Straße Romea fahren, werden sofort von dem hohen Glockenturm (48 m) im romanischen Stil beeindruckt, der im Jahr 1063 erbaut wurde.


Torre Abate ist sicherlich das interessanteste Wasserbauwerk des Podeltas. Der Turm wurde 1569 während der Grande Bonificazione Estense (Größen Trockenlegungsarbeiten der Este) gebaut, um den Abfluss des Gewässers aus dem Gebiet Ferraras zu ermöglichen. Es handelt sich um eine Wasseranlage am Ufer des Trockenlegungskanals. Dieser Turm war auch ein Verteidigungsturm, der zusammen mit der Mauer den Landbesitz Mesola schützte.

Chiavica dell’Agrifoglio
Das ist das älteste Wasserbauwerk in der Provinz Ferrara und es wurde im zweiten Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut. Dank einem Projekt wird das Gebäude völlig restauriert werden.

Torre di Guardia (Wachtturm)
Dieser Turm wurde in den ersten Jahren des 18. Jahrhunderts auf Initiative des Kirchenstaates erbaut. Dieses Gebäude hat einen viereckigen Sockel mit geböschter Mauer und ein Geschoss, das teilweise aufgeschüttet ist.

Pumpwerke von Balanzetta und Pescarina
Das erste Pumpwerk befindet sich in der Umgebung des Bosco della Mesola; das zweite zwischen dem Canal Bianco und Po di Goro. Sie wurden am Ende des 19. Jahrhunderts erbaut und sie waren mit Dampfturbinen ausgestattet.

Torre Palù
Dieser Turm wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts am Canal Bianco in der Umgebung des Bosco di Mesola gebaut.
Hier befinden sich auch die Ruinen des Chiavica del Bosco.


Goro
Diese Ansiedlung geht auf die erste Hälfte des 18. Jahrhunderts zurück. Der Hafen spielt für das Handeln und die Verarbeitung der Fischprodukte eine wesentliche Rolle. Hier gibt es auch eine sehr wichtige Industrieanlage für das Umsetzen und die Verarbeitung von Mollusken.

Gorino
Gorino liegt einige Kilometer von Goro entfernt in Richtung der Pomündung. Typisch sind die Häuser, die sich am rechten Ufer des Flusses erheben. Gorino ist auch für die Fischerei berühmt.

Scannone – Faro (Leuchtturm)
Landzunge an der östlichen Grenze der Provinz Ferrara. Hier gibt es ein Leuchtturm, der im Jahr 1950 erbaut wurde.

Sacca di Goro
Die Sacca die Goro ist eine Biegung zwischen den Mündungen von Po di Goro und Po di Volano. Die Landschaft dieses Gebietes ist besonders bezaubernd (man kann das Gebiet mit dem Boot entdecken).

Gran Bosco della Mesola
Der Gran Bosco della Mesola ist ein Wald von über 1000 ha, der sich zwischen Po di Goro und Po di Volano erstreckt. Die Vegetation ist typisch für den Mittelmeerraum (Lärchen). Im Wald ist auch ein Totalreservat von 200 ha. Dieses Biotop ist dank der Vielfältigkeit seiner Fauna (darunter der Dünenhirsch) von einem naturwissenschaftlichen Gesichtspunkt her sehr interessant.