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Die Besonderheit des Naturparks |
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Die Merkmale des Deltagebietes sind von den Lagunen und dem Wasser bestimmt. Die Geschichte der Einwohner des Deltas war und ist noch heute eng mit dem wechselhaften Fluss Po verbunden. Die Fischerei (und ihre Varianten: Lagunen-, See- und Flussfischerei) ist ein Grundelement dieses Territoriums, das von Wasserläufen, Becken, Süßwasserlagunen und Flüssen unterbrochen ist. In dieser Wasserlandschaft stellte die Verarbeitung des gemeinen Schilfrohrs zusammen mit der Fischerei eine wichtige traditionelle Tätigkeit dar. Mit dem Schilfrohr wurden die Dächer der Casoni di Valle (ins Wasser gebauten Häuser), Matten, Taschen und Jagdgeräte gebaut. Auch die Verarbeitung des Fisches, der mit dem Lavoriero in den Lagunen von Comacchio gefangen wurde, stellte eine wichtige traditionelle Tätigkeit dar: Typische Gerichte bestehen aus marinierten oder gebackenen Aalen und kleinen Ährenfischen. Die Frauen waren für die Verarbeitung des Aals im Betrieb Azienda Valli in Comacchio zuständig. Die Produktion war in unterschiedlichen Abschnitten strukturiert: Kochen am Spieß, Marinieren mit Essig, Wasser, Salz und Lorbeerblättern und dann die Verpackung in den "Zangolini ", den typischen Holzbehältern. Heute im Naturpark kann man diese Zeugnisse der Tradition des Deltas probieren: Ein Wassergebiet, das aber auch reich am Weißen Gold, dem Salz, ist. In den natürlichen Salzlagunen, die dann in verschiedenen Becken unterteilt wurden, fand die progressive Klärung des Brackwassers statt. In den Salinen von Comacchio und Cervia wurde eine große Menge von Salz produziert. Noch heute überlebt die Tradition, die Produkte des Meeres und der Lagunen (Aal, Sardinien) in Salz einzulegen. Der Reichtum der Lagunen an Fischarten spiegelt sich in der Vielfältigkeit von Fischgerichten (Restaurants in Comacchio und an den Stränden von Ravenna und Cervia). Aber nicht nur der Fisch ist für die örtlichen traditionellen Gerichte besonders wichtig: Pinienkerne und Trüffeln aus den Pinienwäldern von Ravenna, die berühmte Piadina, das Brot aus Ferrara (die " Paare") und das Salz von Cervia spielen auch eine Rolle. Von der Mündung des Flusses Po nördlich bis Goro und im südlichen Teil der Mündung des Flusses Reno bis zu den Gemeinden von Ravenna und Cervia erstreckt sich das Gebiet der Waldweine ("Vini del Bosco") der Straße Romea entlang, die deswegen die Straße der Waldweine (strada dei vini del Bosco) genannt wird. Die Weinreben der Goldtrauben ("uva doro") sind tief in der Geschichte dieses Gebietes verwurzelt. Anläßlich der Ehe von Renata di Francia mit Ercole II Este wurde eine Weinrebe aus Cote dOr in Burgund, die als Goldtrauben bezeichnet wurde, in den sandigen Boden des Deltas gepflanzt. Seit dem 16. Jahrhundert spielt diese Weinrebe eine wichtige Rolle in der örtlichen Weinproduktion und seit 1989 tragen vier Weine die kontrollierte Herkunftsbezeichnung: Die Rotweine Fortana und Merlot und die Weißweine Sauvignon und Bianco. Das Produktionsgebiet erstreckt sich in Provinz Ferrara (Gemeinde von Goro, Mesola, Lagosanto und teilweise in den Gemeinden Comacchio, Argenta und Codigoro) und in Provinz Ravenna (Gemeinde von Ravenna und Cervia). Link zu Atlante dei prodotti tipici dei Parchi della Regione Emilia Romagna |